Die Spezialisten für Romanzement

Zusammensetzung

Der RCP Sperrputz basiert auf einer Mischung aus hochwertig sulfatbeständigem Portlandzementen (HS NA) und Kalk. Diese Bindemittelkombination bewirkt ein hohes Maß mechanischer Salzbeständigkeit, einem niedrigen Gehalt freier Alkalien bei gleichzeitig guter Verarbeitungsfähigkeit. Durch eine zielgerichtete Sieblinie, hergestellt aus hochwertigen Quarzsanden 0 – 2 mm und der gezielten Zugabe von hydrophoben Zusätzen wird eine hydrophobe und damit kapillarinaktive Porenstruktur aufgebaut. Die Mörtelrezeptur ist faserverstärkt und damit rissunanfällig. Die Zusammensetzung gewährleistet bei maschineller Verarbeitung geringstmöglichen Verschleiß der Putzmaschine. RCP Sperrputz ist in seiner Grundmischung weißgrau aber auch in farbig angepasst, z.B. in gelbbeige – dunkel sandfarben, erhältlich.

Anwendung

Der RCP Sperrputz dient zum Verputzen feuchte- u. salzbelasteter Untergründe, wie Sockelbereiche oder erdberührte Putzzonen im Außen- wie auch im Innenbereich. RCP Sperrputz ist bei alleiniger Anwendung nicht als mineralische Abdichtung für die Verwendung z.B. bei „fließenden Wasser“ (kein Wasser-Stoppmörtel) oder dauerhaft anliegendem hydrostatischem Wasserdruck anwendbar – bei diesen besonderen Anwendungsfällen sind zusätzlich flankierende Maßnahmen durchzuführen.
Er kann sowohl als Unterputz im System (z.B. erdberührt zur nachfolgenden Aufnahme einer bituminösen oder mineralischen Vertikalabdichtung), wie auch als eigenständiger Putz zur Anwendung gelangen. Dabei können einlagig Schichtdicken bis zu 3 cm aufgebaut werden. Unebene Untergründe müssen mit einer Egalisierungsschicht (z.B. RCP Sperrputz; RCP Blitzmörtel) ausgeglichen werden. In diese Egalisierung sind die Fugen bei Bedarf nach vorherigem Ausräumen mit einzubeziehen. Nach dem Auftrag der Egalisierungsschicht ist die zu erwartende Rissbildung abzuwarten. Zur Abschätzung der Wartezeit gilt als Faustregel 1 Tag / mm Schichtstärke - dabei ist von der größten Schichtdicke (Fuge!) auszugehen. Die so abgeschätzte Wartezeit kann sich durch niedrige Verarbeitungstemperaturen und ungünstige Austrockungsbedingungen (extrem feuchte Untergründe) deutlich verlängern.
Für nachfolgende Putzarbeiten ist nach Erreichen der Grünstandfestigkeit die Putzoberfläche mit Hilfe eines Gitterrabots, Spitzzahnkelle aufzurauen.
Auf der Oberfläche ist, wegen der Rissgefahr, eine Feinstbindemittelanreicherung durch intensive abschließende Bearbeitung mit Alulatte, Reibebretter und Schwammscheiben, unbedingt zu vermeiden (z.B. Aufreißen der Feinstbindemittelschicht mittels feinen Besenstrich / Handfeger).
Das Aufziehen der ersten Putzschicht nach der Egalisierung ist im Bedarfsfall auch frisch in frisch auf die Egalisierungsschicht möglich. Durch diese Arbeitsweise wird sich die Gefahr der Rissbildung auch in der ersten Putzschicht auswirken. Vor dem Auftrag einer Farbfassung (z.B. RCP Silikatfarben) sind die entsprechenden Wartezeiten einzuhalten.